Schweiz · 6 Min Lesezeit
Schweizer Startups kämpfen oft mit einem Widerspruch: Zu wenig Budget für alles, aber zu viel Ehrgeiz, um sich zu fokussieren. Die Lösung ist keine Ressourcenfrage - sie ist eine Strategiefrage.
Startups versuchen oft zu viel gleichzeitig: SEO, LinkedIn, Instagram, Events, PR, Content, Performance Ads. Das Budget reicht für keinen Kanal wirklich, die Aufmerksamkeit ist verteilt, und keiner der Kanäle bekommt genug Energie, um tatsächlich zu wirken.
Das ist kein Problem mangelnder Kreativität oder schlechten Marketings. Es ist ein Fokusproblem. Und fokussiert zu denken braucht man als Gründer oft einen externen Spiegel - jemanden, der ohne Investitions-Pitch-Brille auf das Business schaut.
Mit 6 eigenen Gründungen und 2 Exits bringe ich genau diese Perspektive mit: Ich kenne die unternehmerische Spannung zwischen Wachstumsdruck und knappen Ressourcen von innen.
Die häufigste Frage von Startup-Gründern: "Welchen Kanal sollen wir zuerst aufbauen?" Die richtige Vorfrage: "Für welches Problem sind wir für wen die beste Lösung?" Wenn diese Frage nicht klar beantwortet ist, beantwortet jeder Kanal die falsche Frage.
Positionierung bedeutet nicht: Was will ich der Welt sagen? Es bedeutet: Welchen Platz will ich in den Köpfen meiner Zielgruppe einnehmen? Diese Arbeit kostet Zeit, kein Budget - und multipliziert den Effekt von allem, was danach kommt.
Mit einem begrenzten Budget - und das ist für die meisten Schweizer Startups in der Frühphase die Realität - ist die richtige Antwort nicht: Auf welchen Kanälen sind meine Wettbewerber aktiv? Die richtige Antwort ist: Auf welchem Kanal ist meine Zielgruppe erreichbar und bin ich glaubwürdig?
Meine Empfehlung für Startups in der Frühphase:
Die Schweiz hat ein exzellentes, aber kompaktes Startup-Ökosystem mit starken Hubs in Zürich (Fintech, Deep Tech), Basel (Life Sciences) und Lausanne (ETH-Spin-offs, Health). Investoren sind konservativer als in Berlin oder London - dafür sind Netzwerke enger und persönliche Glaubwürdigkeit besonders gewichtig.
Für Marketing bedeutet das: Reputation baut sich in der Schweiz vor allem durch persönliche Netzwerke, Fachmedien und gezielte Thought Leadership auf. Wer in der deutschen Schweiz bekannt sein will, kommt an den relevanten Business-Netzwerken nicht vorbei. Wer die Westschweiz erschließen will, denkt komplett neu.
Als Berater für Schweizer Startups bin ich kein Agentur-Ausführer. Ich begleite strategisch: Welche Positionierung? Welcher Kanal mit welchem Budget? Welche Botschaft für welche Zielgruppe? Und ich tue das mit dem Verständnis des Grenzraums Bodensee, dem Wissen über das Schweizer Geschäftsumfeld und der Erfahrung aus eigenen Gründungen.
Erstgespräch
Im Erstgespräch schauen wir uns Ihre aktuelle Situation an: Positionierung, Budget, Ziele. Und wir entscheiden gemeinsam, was als nächstes gebraucht wird.
Termin buchen →30 Minuten · kostenlos · unverbindlich · direkt mit Simon