Vergleich · 7 Min Lesezeit

Externe Marketingberatung oder eigenes Team. Was wirklich besser ist.

Diese Entscheidung wird meist aus dem Bauch getroffen. Sie sollte aus den Zahlen getroffen werden. Denn die Kosten eines eigenen Teams werden systematisch unterschätzt, die Kosten externer Beratung systematisch überschätzt.

Simon Förstemann Simon Förstemann Wachstumsstratege Mai 2026 Aktualisiert: August 2026

Kein Unternehmen will ewig auf externe Berater angewiesen sein. Das Ziel ist immer, Kompetenz intern aufzubauen. Das ist richtig. Aber der Weg dorthin führt oft über externe Unterstützung, weil intern noch nicht das Wissen und die Erfahrung vorhanden sind um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die Frage ist also nicht entweder-oder. Die Frage ist: Wann ist welcher Anteil sinnvoll und wie verschiebt sich das mit dem Wachstum des Unternehmens?

Auf einen Blick

  • · Ein Senior Marketing Manager kostet inhouse 90.000 bis 130.000 Euro pro Jahr inklusive Nebenkosten, ein externer Berater projektweise 15.000 bis 60.000 Euro ohne Lohnnebenkosten oder Kündigungsfrist.
  • · Externe Beratung ist in der Aufbauphase fast immer die wirtschaftlichere Lösung, ein eigenes Team lohnt sich erst bei dauerhaftem, hohem Bedarf, der sich erst entwickeln muss.
  • · Ein externer Berater beurteilt Positionierung und Strategie von außen, ohne Teil der Struktur zu sein, die er beurteilt. Das ist keine Schwäche des Teams, sondern ein Blickwinkel, den es von innen nicht haben kann.
  • · Das beste Modell in der Praxis kombiniert beides: ein schlankes internes Team für die operative Umsetzung und externe Beratung für Strategie, Positionierung und Budgetallokation.

Bevor du extern gegen intern abwägst, lohnt der Blick darauf, was Marketingberatung für KMU inhaltlich überhaupt leistet.

Die fünf echten Vorteile externer Marketingberatung

Externe Beratung
Was sie mitbringt
  • Erfahrung aus vielen Unternehmen und Branchen
  • Keine interne Betriebsblindheit
  • Sofort einsatzbereit, kein Onboarding
  • Sieht das Unternehmen von außen
  • Kein Gehalt, keine Nebenkosten, keine Kündigungsfristen
  • Endet wenn die Aufgabe erledigt ist
Inhouse-Team
Was es mitbringt
  • Tiefes Unternehmenswissen nach langer Einarbeitung
  • Dauerhafte Kapazität für laufende Aufgaben
  • Kulturelle Integration
  • Hohe Fixkosten unabhängig vom Workload
  • Recruiting dauert 3 bis 9 Monate
  • Wissen bleibt im Haus, auch wenn Berater gehen

Der Kostenvergleich in echten Zahlen

Was viele Unternehmen übersehen: die Totalkosten eines Inhouse-Mitarbeiters liegen deutlich über dem Bruttogehalt.

Senior Marketing Manager Inhouse
90–130k€
Brutto inkl. Nebenkosten, Urlaub, Krankheit, Tools, Weiterbildung, Recruiting-Kosten anteilig
Externer Marketingberater (projektweise)
15–60k€
Abhängig von Umfang und Laufzeit. Keine Nebenkosten, keine Kündigungsfrist, sofort startbereit

Das bedeutet nicht dass externe Beratung immer günstiger ist. Bei dauerhaftem, hohem Bedarf ist ein internes Team effizienter. Das Problem ist der dauerhafte, hohe Bedarf der sich erst aufbauen muss. In dieser Aufbauphase ist externe Unterstützung fast immer die wirtschaftlichere Lösung.

Was können externe Berater, was interne Mitarbeiter strukturell schwerer können?

Das ist der Punkt, der am meisten unterschätzt wird: Wer im Unternehmen arbeitet, sieht es von innen. Bei allem, was Umsetzung ist, ist das ein Vorteil. Bei der Positionierung ist es eine Grenze, denn die Positionierung ist die Struktur, in der man selbst steht. Von innen sieht man sie nie ganz.

Ein konkretes Beispiel „Euer größtes Problem ist nicht das Marketing. Es ist eure Positionierung, und die muss der Geschäftsführer ändern, nicht das Marketingteam.“ Diesen Satz kann man von innen kaum sehen, nicht aus Mangel an Mut, sondern weil niemand die eigene Positionierung als Ganzes vor sich hat. Ein Externer sieht sie im ersten Gespräch, weil er hundert andere gesehen hat.

Hinzu kommt: Ein externer Berater hat in seiner Karriere dutzende Unternehmen gesehen. Er weiß was funktioniert und was nicht, weil er beides erlebt hat. Ein interner Mitarbeiter lernt aus einem Unternehmen und macht dann Karriere. Das ist kein Defizit, es ist ein struktureller Unterschied.

Das beste Modell in der Praxis

Die Unternehmen die ich am erfolgreichsten begleitet habe kombinieren beides: Ein schlankes internes Team für die operative Ausführung und laufende Kommunikation. Externe Beratung für strategische Richtungsentscheidungen, neue Impulse und Situationen die internes Know-how übersteigen.

Meine Rolle ist in diesem Modell die strategische Ebene: Positionierung, Wachstumsstrategie, Kanalentscheidungen, Budgetallokation. Das interne Team setzt um. Dadurch hat das Unternehmen das Beste aus beiden Welten.

Meine Erfahrung In den Projekten wo ich als externer Stratege neben einem internen Team gearbeitet habe, war die Wirkung größer als in beiden Varianten allein. Das interne Team bringt Geschwindigkeit und Unternehmenskenntnis. Ich bringe Unabhängigkeit und Erfahrung aus vielen Kontexten.

Erstgespräch

Du rechnest gerade selbst nach?

Erzähl mir, was ihr heute selbst macht und was liegen bleibt. Ich seh mir das an und sage dir, ob eine Stelle die richtige Antwort ist.

Wenn es etwas anderes ist, arbeite ich es mit dir aus und setze es mit um.

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Wann ist ein reines Inhouse-Team richtig?

Häufige Fragen

Was sind die Vorteile externer Marketingberatung gegenüber einem Inhouse-Team?

Externe Berater bringen Erfahrung aus mehreren Branchen und Unternehmen mit, haben keine internen Betriebsblindheit, sind sofort verfügbar ohne Onboarding und sehen die Positionierung von außen als Ganzes, was von innen strukturell kaum möglich ist.

Was kostet ein Inhouse-Marketingteam im Vergleich zu externer Beratung?

Ein Senior Marketing Manager kostet inklusive Nebenkosten 80.000 bis 130.000 Euro pro Jahr. Ein externer Berater kostet je nach Umfang 15.000 bis 80.000 Euro pro Jahr. Der Unterschied: der Berater ist nicht dauerhaft, bringt mehr Erfahrung mit und hat keine Lohnnebenkosten, Urlaub oder Krankheit.

Was kostet ein Inhouse-Mitarbeiter wirklich?

Die Totalkosten liegen deutlich über dem Bruttogehalt. Dazu kommen Arbeitgeberanteile, Arbeitsplatz, Tools, Weiterbildung und die Einarbeitungszeit, in der noch keine Leistung entsteht. Diese Rechnung fehlt in den meisten Vergleichen und verzerrt die Entscheidung zugunsten der internen Lösung.

Warum sehen externe Berater Dinge, die intern niemand sieht?

Weil man die Struktur, in der man selbst steht, nicht als Ganzes sieht. Das gilt für jedes Team und ist keine Frage von Mut oder Kompetenz. Ein Externer hat hundert andere Positionierungen gesehen und erkennt deshalb im ersten Gespräch, wo die Ursache liegt, auch wenn sie in der Geschäftsführung liegt.

Was ist das beste Modell in der Praxis?

Die Kombination: ein schlankes internes Team für operative Ausführung und laufende Kommunikation, dazu externe Beratung für Strategie und Richtung. So bleibt das Wissen im Haus, und die strategische Perspektive kommt von außen dazu.

Erst jemanden einstellen oder erst extern beraten lassen?

Erst beraten lassen, wenn noch nicht feststeht, wofür die Stelle da sein soll. Eine Einstellung legt für Jahre fest, welche Fähigkeiten im Haus sind, und diese Entscheidung ohne Strategie zu treffen ist teuer, weil sie sich schwer korrigieren lässt. Umgekehrt gilt: Wenn klar ist, was zu tun ist, und nur die Kapazität fehlt, ist die Einstellung die günstigere Antwort.

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Erstgespräch

Einstellen oder erst klären, wofür?

Erzähl mir, was ihr heute selbst macht und was liegen bleibt. Ich seh mir das an und sage dir, ob eine Stelle die richtige Antwort ist oder etwas anderes.

Wenn es etwas anderes ist, arbeite ich es mit dir aus und setze es mit um, bis jemand da ist, der es übernimmt.

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Über den Autor

Simon Förstemann

Simon Förstemann weiß, wie es ist, an deiner Stelle zu stehen: 14 Jahre Erfahrung, 6 eigene Gründungen, 3 Exits, Red Dot, German Design Award und German Brand Award 2026. Dieses Wissen bringt er 1:1 in dein Unternehmen, damit dein Marketing verkauft statt nur zu beschäftigen. Er berät nicht nur, er unterstützt dich auch operativ bei der Umsetzung. Keine Workshops, kein Apparat. Deine Agentur und dein Team bleiben an Bord.

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